Robotik · Maschinenbeschickung in CNC-Fertigungsbetrieben

Freiraum

Eine Cobot-Zelle zur Maschinenbeschickung, die ihren Sicherheitsabstand in jedem Steuerungszyklus neu berechnet und zeigt, was jede Sicherheitsstrategie an Teilen pro Schicht kostet.

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Überblick

Ein simulierter Cobot belädt eine CNC-Maschine aus einer Teileschublade mit zwei Positionen, während eine Bedienperson die Schublade wechselt, Teile prüft und am Bedienfeld der Maschine arbeitet. In jedem Steuerungszyklus von 10 ms misst das Modell den Abstand vom nächstgelegenen erfassten Punkt der Person zum nächstgelegenen Punkt des Roboters und berechnet den Schutztrennabstand nach der Formel für Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung aus ISO/TS 15066 neu, mit den Anhaltezeiten und Anhaltewegen, die der Hersteller des Cobots veröffentlicht, nach dem das Modell dimensioniert ist. Der Roboter fährt mit der höchsten Geschwindigkeit, bei der die Person außerhalb dieses Abstands bleibt, mit einem Zuschlag für die Zeit, die das Abbremsen dauert. Kommt die Person näher, wird er langsamer und arbeitet weiter.

Wir haben eine simulierte 8-Stunden-Schicht mit 38 Eingriffen der Bedienperson gerechnet und zwei Strategien an genau denselben Eingriffen verglichen. Die erste ist eine feste Stoppzone um den gesamten Bereich, in dem sich der Roboter bei seiner Aufgabe bewegt, bemessen nach dem Ansatz der ISO 13855 (S = K·T + C). Die zweite ist eine kontinuierliche Geschwindigkeitsskalierung. Mit der festen Zone stoppte jeder Eingriff den Roboter: 38 Schutzstopps und 505 Teile. Mit Geschwindigkeitsskalierung fuhr der Roboter 34 Minuten der Schicht langsamer und stoppte zweimal, beide Male bei einer schnellen Greifbewegung, und fertigte 530 Teile. Betritt niemand die Zelle, fertigt dieselbe Zelle 533.

Dies ist eine Planungsrechnung, keine Risikobeurteilung, und kein Sicherheitsingenieur hat sie geprüft. Ansprechzeit, Detektionsvermögen und Messunsicherheit des Sensors sind ausgewiesene Annahmen, keine Datenblattwerte, und die Eingriffe der Bedienperson folgen einem modellierten Ablaufplan. Eine andere Bearbeitungszeit, ein anderes Layout oder ein anderer Sensor verschiebt die Zahlen.

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Was wir entwickelt haben

  • Eine Engine für Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung. In jedem Zyklus findet sie die nächstgelegenen Punkte zwischen der erfassten Person (Hand, Brust, Hüfte) und Kapselmodellen der Roboterglieder und berechnet den erforderlichen Abstand aus den Termen der ISO/TS 15066, wobei die veröffentlichten Anhaltedaten nach Geschwindigkeit interpoliert werden.
  • Eine Stoppzone als Vergleichsbasis: ein statisches Feld um den Raum, den der Roboter bei seiner Aufgabe überstreicht, bemessen mit S = K·T + C, mit automatischem Wiederanlauf eine Sekunde, nachdem das Feld frei ist.
  • Ein Zellenmodell: ein Cobot-Arm mit den veröffentlichten Gliedlängen und Gelenkgeschwindigkeiten (vereinfacht auf vier Achsen), ein CNC-Maschinenzyklus (45 s Zerspanen, Tür, Spannfutterwechsel), das Roboterprogramm und ein Ablaufplan der Bedienperson mit Schubladenwechseln, Teileprüfungen und Arbeit am Bedienfeld.
  • Ein 3D-Film, Bild für Bild aus den Ausgaben der Engine gerendert. Maßlinie, erforderlicher Abstand und Geschwindigkeits-Override im Bild sind berechnete Werte, keine Animation.
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Tech-Stack

Python (NumPy) für das Modell und die simulierte Schicht · three.js für die 3D-Szene · Headless-Chromium (Playwright) und ffmpeg für bildgenaue Videoaufnahmen.

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Zahlen

KennzahlWie wir sie ermittelt haben
1.282 mm

erforderlicher Abstand bei voller Geschwindigkeit. Vom Modell berechnet aus den veröffentlichten Anhaltedaten des Herstellers (ungünstigster Fall der drei Hauptgelenke, maximale Traglast, volle Ausladung) plus unseren ausgewiesenen Sensorannahmen.

530 vs. 505 Teile

in einer simulierten 8-Stunden-Schicht: Geschwindigkeitsskalierung gegenüber der festen Stoppzone, bei denselben 38 Eingriffen der Bedienperson. Ohne Eingriffe fertigt dieselbe Zelle 533.

2 vs. 38 Schutzstopps

in derselben Schicht.

Anhaltedaten: Universal Robots UR10e User Manual (e-Series, software 5.6), Appendix A, „Stopping Time and Stopping Distance“. Abstandsformel nach ISO/TS 15066:2016; Bemessung der Stoppzone nach dem Ansatz der ISO 13855.

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Standbilder

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